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Herzlich willkommen beim TuS Altwarmbüchen Fußball
Herzlich willkommen beim TuS Altwarmbüchen Fußball

Von Ole Rottmann

 

Gut, die Holländer sind im Fußball nicht gerade als die besten Freunde der deutschen Teams bekannt. Dennoch sind die großen niederländischen Vereine – objektiv und realistisch betrachtet – den deutschen Vereinen in Sachen Jugendförderung oft überlegen.

Deshalb setzt der TuS Altwarmbüchen seit Beginn dieser Saison bestimmte Trainingsmethoden und –übungen des Nachbarns aus dem Westen ein.

 

Für alle Mannschaften ab der F-Jugend bietet der TuS seit Ende der Sommerferien an bestimmten Trainingstagen Fördereinheiten an. Durchgeführt werden diese Zusatzschichten von Martin Schinowski, dem neuen sportlichen Leiter der Altwarmbüchener. Der 49-jährige Inhaber der Trainer-B-Lizenz und frühere Jugendcoach von Hannover 96 arbeitet dabei nach der sogenannten Coerver-Methode, benannt nach dem ehemaligen niederländischen Fußballtrainer Wiel Coerver, der in den sechziger und siebziger Jahren diverse niederländische Clubs (u.a. Feyenoord Rotterdam und Roda JC Kerkrade) trainierte. Diese Trainingslehre fördert vor allem koordinative und technische Fähigkeiten der Spieler.

Angereichert wird das Ganze durch Bausteine aus dem Tanner-Speed-Konzept, das unter anderem der schweizerische FC Zürich in seiner „Fußballacademy“ erfolgreich einsetzt.

  

Es kommen ausdrücklich nicht nur die besonders talentierten oder besonders leistungsstarken Spieler in den Genuss der Fördereinheiten, sondern jeder einzelne Akteur der TuS-Jugendmannschaften. Damit unterscheidet sich der in Altwarmbüchen gewählte Ansatz von dem eines klassischen Auswahltrainings für nur einen bestimmten Spielerkreis.

Das normale Mannschaftstraining läuft natürlich parallel unverändert weiter – es werden lediglich einige Kicker in Kleingruppen zwischen fünf und zehn Kindern zusätzlich ins Fördertraining eingeladen.

 

Für die ganz Kleinen (F-Jugend) schaut Schinowski auch noch in ein drittes Land – nach Italien nämlich.

Bei der Altersklasse bis einschließlich U9 findet das sogenannte „Soccer Italian Style“ Programm Anwendung, das von den beiden renommierten Jugendtrainern Mirko Mazzantini und Simone Bombardieri entwickelt wurde, die in den italienischen Jugendfußballakademien des FC Empoli und des AC Florenz erfolgreich tätig waren.

„Für die F-Jugend schienen mir die Übungen nach Coerver noch nicht so gut geeignet zu sein, deshalb habe ich mich nach einer Alternative umgesehen“ erklärt Schinowski.

 

Mittlerweile haben nun auch beinahe alle Spieler ihre ersten Einheiten hinter sich und die Reaktionen sind durchweg positiv.

Zwar war es für den einen oder anderen Kicker zunächst erstmal ungewohnt, laut „Iiiiih – aaaaaah“ zu rufen, wenn er als Letzter im Ziel eines Parcours ankam oder wie ein Hummer rückwärts auf allen Vieren über den Platz zu laufen.

Aber daran gewöhnt man sich schnell und alle sind mit Spaß und großer Motivation bei der Sache.

 

Begeistert zeigt sich Schinowski vor allem über die Grundlagen, die die Spieler mitbringen, wenn sie zu ihm ins Training kommen.

„Bei manchen Basisübungen habe ich sofort gesehen, dass ich die Spieler langweile, weil ich ihnen über Ballstoppen oder –mitnahme nicht mehr viel erzählen muss. Da sieht man, dass sie von unseren Jugendtrainern ganz hervorragend ausgebildet wurden“, lobt Schinowski seine Trainerkollegen beim TuS ausdrücklich.

 

Zwar nehmen an den Fördereinheiten bei Schinowski sowohl Feldspieler als auch Torhüter teil. Dennoch leistet sich der TuS Altwarmbüchen darüber hinaus seit einiger Zeit auch noch einen eigenen team- und altersklassenübergreifenden Torwarttrainer: Mit Sven Rau konnte man einen ehemaligen Keeper aus der Niedersachsenliga für diese Position gewinnen, der auch bereits einige Erfahrung im Bereich des Jugendtrainings vorweisen kann. Rau verfügt über die Trainer-C-Lizenz und hat zudem einige spezielle Lehrgänge für Torwarttrainer beim NFV und dem DFB absolviert. Nun sorgt der Laatzener dafür, dass die Altwarmbüchener Torhüter ihre Technik und ihre Sicherheit verbessern. Auf der Position des letzten Mannes vertraut man also weiterhin voll den einheimischen Methoden. Kein Wunder – schließlich ist Deutschland seit Jahrzehnten für seine guten Torhüter und deren Ausbildung bekannt.

 

Finanziert werden die neuen Trainingsmodelle zu weiten Teilen durch den erst im Mai gegründeten Förderverein Moorkicker e.V., dessen Ziel es ist, den Jugendfußball beim TuS zu unterstützen und zu professionalisieren. „Dazu benötigen wir natürlich möglichst viele Mitglieder bei den Moorkickern“, rührt Danny König die Werbetrommel. König ist zweiter Vorsitzender und steht gemeinsam mit Andreas Triebsch, dem ersten Vorsitzenden, an der Spitze des Fördervereins. Der Ideenreichtum der Moorkicker zur Akquise neuer Sponsoren und Fördermittel sowie zur Verbesserung der Trainingsqualität scheint dabei keine Grenzen zu kennen. Noch nicht einmal die zwischen Deutschland und anderen europäischen Nationen.

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